Adams, Lyssa Kay – The Secret Book Club – Ein Liebesroman ist nicht genug

Informationen zum Buch:
erschienen am 22. März 2022
Kyss Verlag
400 Seiten
ISBN 978-3499008733
übersetzt von Angela Koonen

Klappentext / Zusammenfassung:
Der erfolgreiche Eishockeyspieler Vlad Konnikov hat ein Geheimnis: Seine Ehe ist nicht echt. Elena hat ihn nur geheiratet, damit sie in den USA studieren konnte. Vlad hingegen hoffte immer, dass irgendwann mehr aus ihnen wird. Nur deshalb hat er sich überhaupt dem Secret Book Club angeschlossen. Durch die Liebesromane, die die Männer dort zusammen lesen, wollte Vlad lernen, wie er das Herz seiner Frau gewinnen kann. Und die wichtigste Lektion lautet Ehrlichkeit. Also gesteht er ihr endlich, dass er echte Beziehung will. Im Gegensatz zu Elena. Sie will die Scheidung. Aber dann verletzt Vlad sich im wichtigsten Spiel seiner Karriere, und Elena weicht ihm nicht von der Seite. Gibt es doch noch Hoffnung? Oder findet sich das einzige Happy End in dem Liebesroman, den Vlad heimlich schreibt?

Meine Meinung:
Lieber Leserin, lieber Leser,

kann aus einer Zweckehe Liebe entstehen? Vlad hofft es und seine Freunde vom Buchclub unterstützen ihn nach Kräften. Doch dafür muss Vlad auch zu ihnen ehrlich sein, nicht nur Elena gegenüber. Ein erster Schritt ist es, dem Buchclub zu gestehen, wie es um seine Ehe wirklich bestellt ist. Und das ist schon schwer genug. Doch Freunde sind Freunde und unterstützen ihn in seinem Kampf um seine Frau. Wird der Kampf erfolgreich sein?

Wie immer gibt es Höhen und Tiefen. Es wäre ja auch zu einfach, wenn es gradlinig wäre. Und langweilig. Inzwischen kennen wir die Zutaten dieser Romanreihe gut, und doch ist es nicht immer das gleiche, da Lyssa Kay Adams immer wieder etwas neues einfällt, um die Geschichte interessant zu gestalten. In diesem Fall sind es Vlads Zweckehe und der Liebesroman, den er schreibt. Hallo? Ein Eishockeyspieler, der einen Liebesroman schreibt? Echt jetzt?

Ja. Echt jetzt. Es schlummert halt auch im stärksten, abgebrühtesten Mann eine romantische Seele.

Deine

Adams, Lyssa Kay – The Secret Book Club – Kein Weihnachten ohne Liebesroman

Informationen zum Buch:
erschienen am 13. September 2022
Rowohlt Verlag
416 Seiten
ISBN 978-3499009495
übersetzt von Angela Koonen

Klappentext / Zusammenfassung:
Als berühmter Musiker ist Colton Wheeler es nicht unbedingt gewohnt, dass Frauen vor ihm flüchten. Doch Gretchen Winthrop hat genau das getan. Nach einer perfekten gemeinsamen Nacht ist die Anwältin aus seinem Hotelzimmer gerannt, als wäre ihr der Teufel persönlich auf den Fersen. Und Colton hat nicht die geringste Ahnung, warum, da sie jeden Kontaktversuch abblockt. Bis sie ihn ein Jahr später aufsucht, um ihm im Namen ihrer Familie ein geschäftliches Angebot zu unterbreiten. Colton macht ihr ein Gegenangebot: Entweder geht sie mit ihm aus – und liest nebenbei noch einen Weihnachtsliebesroman – oder er sagt ihrer Familie ab. Wenn man gute Absichten hat, ist ein kleines bisschen Erpressung doch erlaubt, oder?

Die Magie von Weihnachten und Büchern. Ein wunderbarer Liebesroman, ebenso humorvoll wie ernst.

Meine Meinung:
Liebe Leserin, lieber Leser,

dieses Mal braucht eines der Gründungsmitglieder des Secret Book Clubs Unterstützung in Herzensangelegenheiten. Ausgerechnet der Charmeur und Frauenschwarm Colton Wheeler ist unglücklich verliebt. Geht das überhaupt? Ja, es geht. Doch Colton wäre nicht Colton, wenn er nicht um sein Gretchen kämpfen würde. Und der Book Club wäre nicht der Book Club, wenn sie ihn nicht mit besten Kräften unterstützen würden.

Also, wer die ersten Bände gelesen hat, dem brauche ich nichts mehr sagen: Die Machos vom Buchclub sind genau das nicht: Machos. Sie sind eigentlich Kinder in Körpern von Erwachsenen. Gut aussehenden, durchtrainierten Erwachsenen. Gut aussehende, durchtrainierte Erwachsene, die immer noch Blödsinn machen, rumalbern und ganz genau wissen, wann sie besser den Raum verlassen. Und dabei rede ich nicht von pikanten Situationen, sondern davon, dass auch die Frauen der Machos ganz genau wissen, was sie wollen und wie sie es bekommen.

Meine Freundin hat es vor ein paar Jahren mal auf den Punkt gebracht: „Ich habe zwei Söhne. Das heißt, ich bin Mutter von drei Jungs.“

Deine

Adams, Lyssa Kay – The Secret Book Club – Liebeseromane zum Frühstück

Informationen zum Buch:
erschienen am 16. Februar 2021
Kyss Verlag
400 Seiten
ISBN 978-3499002663
übersetzt von Angela Koonen

Klappentext / Zusammenfassung:
Noah Logan hat ein Problem: Er ist in seine beste Freundin Alexis verliebt. Und das ist ein Problem, weil … na ja, weil sie eben seine beste Freundin ist. Er will Alexis auf gar keinen Fall verlieren. Nur, wenn er ihr seine Gefühle gesteht, könnte genau das passieren. Noah hat keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Und verzweifelte Männer tun verzweifelte Dinge. Wie sich dem Secret Book Club anzuschließen. Die Jungs aus dem Buchclub sind der Überzeugung, dass sich jede Beziehung mit Hilfe von Liebesromanen verbessern lässt. Noah hat da seine Zweifel. Vor allem als der erste Kuss mit Alexis katastrophal endet …

Meine Meinung:
Lieber Leserin, lieber Leser,

die Jungs vom Secret Book Club sind wieder da und sie haben eine neues Liebesdrama zu richten. Dieses Mal geht es um Noah und Alexis. Kann aus Freundschaft Liebe werden? Ja, das geht. Zumindest sind die Freunde des Buchclubs dieser Meinung und nehmen Noah unter ihre Fittiche. Schafft Noah es, Alexis seine Gefühle zu gestehen? Und werden sie erwiedert?

Wieder wurde ich mit sehr viel Herz und Humor unterhalten. Die Jungs vom Buchclub sind einfach genial, ergänzen sich erstklassig und es gibt so wunderbare Situationen, dass ich beim Lesen die Zeit vergesse.

Deine

Adams, Lyssa Kay – The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman

Informationen zum Buch:
erschienen am 21. April 2020
Kyss Verlag
400 Seiten
ISBN 978-3499002649
übersetzt von

Klappentext / Zusammenfassung:
Die erste Regel des Book Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Book Club!
Der Auftakt einer hinreißenden Serie über eine Gruppe von Männern, die heimlich Liebesromane lesen …

Die Ehe von Profisportler Gavin Scott steckt in der Krise. Genau genommen ist sie sogar vorbei, wenn es nach seiner Frau Thea geht. Und das darf nicht sein. Thea ist die Liebe seines Lebens! Und er versteht, verdammt noch mal, nicht, was überhaupt passiert ist. Eigentlich müsste SIE sich bei IHM entschuldigen! Gavin ist ratlos und verzweifelt – bis einer seiner Freunde ihn mit zu einem Treffen nimmt. Einem Treffen des Secret Book Club. Hier lesen und diskutieren Männer heimlich Liebesromane, um ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin hält das für Schwachsinn. Wie sollen Liebesschnulzen ihm helfen, seine Ehe zu retten? Doch die Lektüre überrascht ihn. Und Thea steht eine noch viel größere Überraschung bevor!

Meine Meinung:
Lieber Leserin, lieber Leser,

ich habe dieses Buch zur Hand genommen, weil ich den Plot interessant fand: Machos, die Liebesromane lesen? Klingt immernoch ungewöhnlich, auch wenn mir inzwischen auch Männer dieser „Spezies“ über den Weg gelaufen sind.

Kurz gesagt: Ich wurde nicht enttäuscht. Thea und Gavin haben sich im Laufe ihrer Ehe auseinander gelebt, doch während Thea bereits abgeschlossen hat, kämpft Gavin um seine große Liebe. Als erfolgreicher Profisportler ist er es gewohnt, dass sich die Welt um ihn dreht, und er versteht nicht, dass Thea es anders sieht. Doch glücklicherweise sind da Gavins Freunde, die ihm mit sanftem Zwang den Kopf grade rücken.

Ich habe diese Jungs lieben gelernt. Es macht unheimlich Spaß, Gavins Wandlung vom egoistischen Macho zum treusorgenden Ehemann zu verfolgen. Ich mag die inneren Konflikte, das wiederholte „echt jetzt?“, wenn er einen Rat aus dem aktuellen Liebesroman umsetzen soll, die Gespräche zwischen den Kerlen … Denn eines wird in diesem Buch klar: Auch der größte Macho ist in seinem Herzen ein kleiner Junge. Er muss diesen Jungen nur wiederfinden. Und dabei helfen gute Freunde – und Liebesromane.

Deine

Osman, Richard – Der Donnerstagsmordclub und der Mann, der zweimal starb

Informationen zum Buch:
erschienen am 21. Januar 2022
Verlag List Hardcover
449 Seiten
ISBN 978-3471360132
übersetzt von

Klappentext / Zusammenfassung:
Da hat er sich in etwas reingeritten, der gute Marcus Carmichael. Und jetzt soll Elizabeth ihm da wieder raushelfen. Dabei sollte ihr ehemaliger Geheimdienst-Kollege doch eigentlich wissen, von wem man besser keine Diamanten mitgehen lässt, wenn man sich gerade auf einem Einsatz für den MI5 befindet. Dazu gehört ganz bestimmt: die New Yorker Mafia. Ist die erst einmal im Spiel, geht es ziemlich sicher bald jemandem an den Kragen.

Doch auch Profimörder können Fehler machen, etwa ihrem Handwerk in der Seniorenresidenz Coopers Chase nachzugehen. Denn wer hier mordet, dem ist der Donnerstagsmordclub auf den Fersen, und der macht, schneller als ihm lieb sein kann, aus dem Jäger den Gejagten. Für die vier rüstigen Senioren heißt es: Endlich ist wieder Donnerstag!

Meine Meinung:
Liebe Leserin, lieber Leser,

wie der Klappentext schon verrät, dieses Mal haben unsere vier aschblonden Ermittler einen ganz großen Fisch an der Angel. Da kommt schnell Spannung auf und unsere vier sind in ihrem Element. Mit Feuereifer, Schwung, massenhaft Lebenserfahrung und ganz viel Witz nehmen sie sich des Falls an und lassen sich auch von Rückschlägen nicht beeindrucken. Naja, zumindest nicht sonderlich lange. Und wie immer bleibt der Fall „Carmichael“ nicht der einzige, dem nachgegangen werden will: Chris und Donna, die beiden Polizisten und Freunde des silberhaarigen Quartetts, sind einem Drogenring auf der Spur und wollen diesem Ring den Kopf abschlagen. Zeitgleich „rutscht“ Chris in eine romantische Beziehung, die ihn dazu bringt, sein Leben komplett umzukrempeln: Es wird mehr Sport getrieben und statt Schokoriegel gibt es Rohkost und überhaupt viel mehr viel gesünderes Essen.

Beim großen Showdown kommt wieder alles zusammen: Beide Fälle kommen zeitgleich zu einem Ende, weil alle Beteiligten an einem Strang ziehen und jeder sein bestes einbringt. Auch Bogdan, der undurchschaube polnische Eisblock mit den strahlend blauen Augen. Bei diesen Augen wird nicht nur eine gestandene Frau schwach, das kannst Du mir glauben!

Meine Meinung: Wer den ersten Band des „Donnerstagsmordclubs“ mochte, wird auch diesen mögen. Mein Mann hat jetzt beide als Hörbuch gehört, und das, obwohl er nicht so der Krimi-Fan ist. Ich habe ihm wohl zu sehr mit dem Quartett in den Ohren gelegen. Wie dem auch sei, er freut sich schon darauf, Band 3 zu hören. Und das will nun wirklich was heißen!

Deine

Iosivoni, Bianca – Sorry. Ich habe es nur für dich getan

Informationen zum Buch:
erschienen am 8. März 2023
Penguin Verlag
400 Seiten
ISBN 978-3328108894
übersetzt von

Klappentext / Zusammenfassung:
San Francisco. Die junge ehrgeizige Journalistin Robyn ist geschockt, als die Polizei bei ihr auftaucht: Ihr Ex-Freund Julian wurde als vermisst gemeldet. Mit einem Schlag stürzt die Vergangenheit auf sie ein, und alles ist wieder da: Die Sehnsucht, der Schmerz – und die Enttäuschung. Dabei möchte Robyn nichts mehr, als zu vergessen. Zutiefst beunruhigt fragt sie sich, was Julian zugestoßen sein könnte, und findet Zuflucht bei ihrem besten Freund Cooper. Doch das, was sie für Cooper empfindet, geht längst über eine Freundschaft hinaus. Als er unter Verdacht gerät, mit Julians Verschwinden zu tun zu haben, weiß Robyn nicht mehr, was sie noch glauben oder fühlen soll – und vor allem, wem sie noch vertrauen kann. Vielleicht nicht einmal mehr sich selbst …

Meine Meinung:
Liebe Leserin, liebe Leser,

am Anfang des Buches wird auf die Triggerwarnung auf Seite 393 verwiesen. Dort steht: „In SORRY tauchen Themen auf, die triggern können. Diese sind: Toxische Beziehungen, Manipulation, Gaslighting, Stalking, Entführung, Verlust, Trauer, Drogen- und Medikamentenmissbrauch, häusliche Gewalt, physische, psychische und sexualisierte Gewalt, Suizid, Gewalt gegen Frauen, Mord, Tod, Leichen, Blut.“ Allerhand Themen für ein Buch, finde ich. Und ich finde, diese Themen sind gar nicht soooo schlecht umgesetzt.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Einerseits begleiten wir Robyn im hier und jetzt, andererseits begleiten wir sie ab dem Zeitpunkt, wo sie Julian kennenlernt. Im Laufe des Buches nähern sich die beiden Erzählstränge immer weiter an, bis sie schließlich zum Showdown verschmelzen. Ich mag diese Art der Erzählungen, weil sie neugierig machen auf das „Warum?“. Warum hat Robyn sich von Julian getrennt? Wie ist das alles gekommen? Welche Rolle spielt Cooper in dem ganzen? Alle Fragen werden nach und nach beantwortet, während wir unaufhaltsam dem Finale zustreben. Und das hat es in sich, soviel möchte ich doch schonmal verraten.

Ich habe dieses Buch nahezu am Stück durchgelesen. Ursprünglich war ich skeptisch, ob es mir überhaupt gefallen würde, da es auf Instagram sehr gehyped wurde, doch meiner Meinung nach ist dieser Hype berechtigt. Eine derartige Mischung aus Psychothriller und spicy Love Story habe ich noch nie gelesen. Wie viele andere auch habe ich mehrmals gedacht: „Mädel, schalte Dein Hirn ein! Merkst Du nicht, was da abgeht?“, doch dann erinnerte ich mich an den alten Spruch: „Wo die Liebe hinfällt, geht der Verstand in’n Mors“.

Glücklicherweise habe ich diese Erfahrungen nicht machen müssen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass viele Menschen in eine derartige Beziehung reinrutschen, ohne es wirklich zu merken. Immer wieder kommen dann Aussagen wie: „Es war ein Versehen“, „Ich bin selber schuld“, „Er/sie macht es nicht wieder“ und, ganz weit vorne: „Wir lieben uns doch und ich kann ohne ihn/sie nicht leben“. Ganz gefährlich! Und ich beglückwünsche jeden, der es geschafft hat, sich aus solch einer Beziehung zu befreien.

Deine

Lütz, Manfred – Irre! Wir behandeln die Falschen

Informationen zum Buch:
erschienen am 11. Juni 2018
Penguin Verlag
208 Seiten
ISBN 978-3328102748

Klappentext / Zusammenfassung:
Ein Psychiater schlägt Alarm: Unser Problem sind nicht die Verrückten, sondern die Normalen

Dieses Buch ist eine scharfzüngige Gesellschaftsanalyse und zugleich eine heitere Einführung in die Seelenkunde. Was ist Depression, Panik und Schizophrenie, was ist Sucht, Demenz und all das und was kann man dagegen tun? Der Bestsellerautor Manfred Lütz, einer der bekanntesten deutschen Psychiater, verspricht: alle Diagnosen, alle Therapien auf einen Blick, und das noch unterhaltsam. Irre!

Die aktualisierte Neuausgabe des Buches erscheint im August 2020 unter dem Titel »Neue Irre – Wir behandeln die Falschen: Eine heitere Seelenkunde. Auf dem neuesten Stand der Forschung.«

Meine Meinung:
Lieber Leserin, lieber Leser,

Psychische Krankheiten sind keine Schwäche, sondern genau das: Krankheiten, so wie eine Lungenentzündung oder Masern. Und niemand muss sich dafür schämen, solch eine Krankheit bekommen zu haben.

Manfred Lütz schreibt aus der Praxis über die häufigsten psychischen Erkrankungen und wendet sich dabei primär an die Außenstehenden, nicht an die Patienten. Letztere wissen eh, was bei ihnen los ist. Doch wie macht man seinem Ehepartner, Familienangehörigen, Freunden klar, wie sich beispielsweise eine Depression anfühlt? Das ist schwer und kostet leider immer noch Überwindung und Kraft, die der Patient oft nicht hat. Dieses Buch ist da ein guter Einstieg, um Nicht-Betroffenen ein wenig die Augen zu öffnen und ein zum Gespräch anzuregen. Denn genau das brauchen Betroffene: Gespräche auf Augenhöhe, ohne Vorwürfe oder „gute Ratschläge“, dafür mit viel Verständnis, Akzeptanz und Einfühlungsvermögen. Wenn das gegeben ist, ist schon viel gewonnen und die Heilung kann voranschreiten.

Deine

Osman, Richard – Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel

Informationen zum Buch:
erschienen am 23. Februar 2023
Verlag List Hardcover
432 Seiten
ISBN 978-3471360521
übersetzt von

Klappentext / Zusammenfassung:
Über einen Mangel an ungelösten Mordfällen kann sich der Donnerstagsmordclub wahrlich nicht beklagen. Darunter auch: der Fall Bethany Waites. Die junge Journalistin wurde vor fast zehn Jahren ermordet, weil sie den Strippenziehern eines riesigen Steuerbetrugs zu nahegekommen war. Kaum haben Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim angefangen zu ermitteln, wird aus dem cold case sehr schnell ein brandheißer. Dann wird auch noch Elizabeth entführt, und ihr Widersacher stellt sie vor eine unangenehme Wahl: töten oder getötet werden. Eine verzwickte Situation. Aber die sind ja zum Glück das Spezialgebiet des Donnerstagsmordclubs.

Meine Meinung:
Liebe Leserin, lieber Leser,

die Senioren aus Coopers Chase ermitteln wieder. Dieses Mal ist Joyce die treibende Kraft bei der Auswahl des Cold Case, den sie aufklären wollen, weil sie Bethany Waites, das Opfer, mochte – auch, wenn sie sie nur vom Fernsehen her kannte. Und selbstverständlich ziehen die vier Freunde äußerst charmant alle Strippen, um an Informationen zu kommen. Ebenso selbstverständlich ist es, dass ihre Polizeifreunde Donna und Chris sowie der undurchschaubare, zuverlässige Bogdan mit von der Partie sind. Parallel zu diesen Ermittlungen muss sich Elizabeth mit einem anderen Problem rumschlagen: Sie und ihr Mann Stephen werden entführt und ihr Entführer verlangt von ihr, seinen Konkurrenten zu töten. Das Problem dabei ist nur, dass Elizabeth seit Jahrzehnten mit diesem Konkurrenten befreundet ist. Wie entscheidet sie sich? Ladylike, wie immer.

Was mir an den Büchern über den Donnerstagsmordclub gefällt? Oh, das ist sehr viel: Zum einen sind da die Charaktere, allen voran die vier Senioren. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein und ergänzen sich, vielleicht grade deshalb, perfekt. Dank Joyce Tagebucheinträgen kann der Leser ein wenig „hinter die Kulissen“ schauen und das Geschehene aus einer anderen Perspektive sehen. Dann gefällt mir gut, dass es immer Nebenschauplätze gibt, die genauso spannend sind wie der aktuelle Cold Case. Und last, but not least, mag ich, dass auch der Alltag der sieben samt seinen Sorgen nicht ausgeblendet wird. Alles in allem ergeben die Bücher ein stimmiges Bild und zeigen auf, dass Senioren durchaus noch in der Lage sind, der „Gesellschaft zu dienen“, wie es so schön heißt. Nein, es gibt keine knallharte Action, wilde Schießereien, blutige Prügeleien und turbolente Verfolgungsjagden. Es geht alles ein wenig ruhiger und gemütlicher zu, doch scharfer Verstand, gute Verbindungen, Charme und Cleverness können genauso viel, wenn nicht sogar noch mehr, Spannung erzeugen als durchgehendes Krach Bumm Peng.

Deine

Korelitz, Jean Hanff – Der Plot

Informationen zum Buch:
erschienen am 24. August 2022
Heyne Verlag
352 Seiten
ISBN 978-3453273979
übersetzt von Sabine Lohmann

Klappentext / Zusammenfassung:
Einst wurde Jake Finch Bonner in New York als Autor gefeiert. Doch sein großer Wurf liegt Jahre zurück und mittlerweile unterrichtet er Kreatives Schreiben an einem kleinen College in der Provinz. Als einer seiner ehemaligen Studenten stirbt, bevor er seinen ersten Roman fertiggestellt hat, übernimmt Jake dessen perfekte Geschichte. Das Buch wird über Nacht zum Bestseller. Dann erreicht Jake plötzlich eine anonyme E-Mail, die nur einen Satz enthält: „Du bist ein Dieb“. Mit jeder neuen Nachricht werden die Drohungen schärfer, und was eben noch eine Frage der Ehre und Karriere war, wird bald zu einem lebensgefährlichen Katz-und-Maus-Spiel.

Meine Meinung:
Liebe Leserin, lieber Leser,

Jake Finch Bonner ist ein einsamer, verbitterter Zeitgenosse, der sein ganzes Leben nichts anderes werden wollte als Schriftsteller. Und tatsächlich hatte er einen großen Erfolg. Einen einzigen. Seine nachfolgenden Bücher floppten oder wurden gar nicht erst verlegt. Daher fehlt ihm die Motivation, an seinem aktuellen Roman weiterzuarbeiten. Doch auch uninspirierte Schriftsteller müssen von irgendetwas leben und deshalb arbeitet er an einem kleinen College als Lehrer. Da dies aus der Not geboren ist, ist er auch hier entsprechend unmotiviert und er macht nicht mehr, als unbedingt nötig. Kenne ich irgendwoher. Ohne Spülmaschine würde meine Küche auch anders aussehen. Egal, Jake gibt also diese Seminare an dem kleinen College und eines Tages taucht da ein Typ in seinem Seminar auf, der unsympathischer eigentlich nicht sein kann und ihm in einem Vier-Augen-Gespräch den Plot seines Romans verrät, und dieser Plot ist unglaublich und narrensicher. Seitdem wartete Jake darauf, das Buch im Buchhandel zu finden, doch vergebens. Der Plot geht ihm nicht aus dem Kopf, und bei seinen Recherchen findet er raus, dass der arrogante Schnösel kurz nach dem Gespräch gestorben ist. Der Plot ist also zu haben, wenn man so will, und Jake nimmt sich seiner an. Wie zu erwarten war, wird das Buch zu einem Mega-Erfolg. Jake tourt durch die USA von einer Lesung zur nächsten, die Filmrechte werden verkauft und Jake ist ganz oben. Und als wäre das noch nicht genug, trifft er in Seattle die Frau seines Lebens. Doch zeitgleich beginnt der Alptraum: Er bekommt die im Klappentext erwähnte e-Mail und das Abenteuer beginnt. Jake beginnt, den Hintergrund der Geschichte zu recherchieren. Zunächst war es nur aus Neugierde, um rauszufinden, wie sein ehemaliger Schüler auf den Plot gekommen ist, doch bald wird aus Neugierde Ernst.

„Der Plot“ war kein Fehlkauf, ganz bestimmt nicht. Das Buch ist spannend geschrieben, hat selber einen tollen Plot und hat mich mitfiebern lassen. Die Auflösung des Falls war für mich nicht ganz so überraschend, die Endgültigkeit dagegen schon. Daher gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

Viel Spaß damit,
Deine

McFadyen, Cody – Die Blutlinie

Informationen zum Buch:
erschienen am 15. April 2008
Verlag Bastei Lübbe
480 Seiten
ISBN 978-3404158539
übersetzt von Axel Merz

Klappentext / Zusammenfassung:
Er bezeichnet sich selbst als Nachfahren von Jack the Ripper …

Nach dem Mord an einer Freundin folgt FBI-Agentin Smoky Barrett der Fährte des Killers. Doch die Spuren, die der eiskalte Serienmörder hinterlässt, sind so blutig, dass ihr ganzes Können gefragt ist. Die Zeit arbeitet gegen sie, und mit jedem neuen Verbrechen gelangt Smoky zu einer erschreckenden Erkenntnis: Der Mörder möchte sich einen Traum erfüllen – ein Traum, der für viele zum Albtraum werden könnte …

Der erste Fall für Ermittlerin Smoky Barrett!

„Wenn Ihnen dieses Buch keine Angst macht, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.“ (New York Times)
„Die Serie um Smoky Barrett dürfte eine ganz große Zukunft haben. Entkommen unmöglich.“ (Bild am Sonntag)

Meine Meinung:
Liebe Leserin, lieber Leser,

nachdem ich dieses Buch beendet hatte, hatte ich gemischte Gefühle: Einerseits legte ich ein recht spannendes und sehr brutales Buch zur Seite, andererseits bin ich mir nicht sicher, ob ich auch in Zukunft Bücher rund um Smoky Barrett lesen möchte.

Kurz zum Inhalt: Was Smoky Barrett durchmachen musste, könnte nicht schlimmer sein: Ein Psychopath war Monate vorher in ihr Leben eingedrungen und hat es vernichtet, indem er ihre Familie tötete und sie selbst durch die Hölle gehen ließ. Ihr Therapeut überredet sie, ihre Kollegen der Spezialeinheit beim FBI, die Smoky leitet, zu besuchen, und nach diesem Besuch findet Smoky zurück ins Leben – und in den Horror, den ihr Beruf für sie bereithält. Der Fall, der auf sie wartet, wird persönlich, für das ganze Team.

Der Plot des Buches ist solide und die Idee, Jack the Ripper in seinem Nachfahren wieder auferstehen zu lassen, ist gut. Leider empfinde ich die Umsetzung als suboptimal. Mit den Protagonisten werde ich nicht wirklich warm. Sie alle erscheinen mir stereotyp: vom Computergenie und Neuling über brilliantes Arschloch über großer, brauner Teddybär mit einer sehr harten Seite über hochintelligentes, extrem ehrliches Model bis hin zur taffen Anführerin mit starken Instinkten ist alles dabei – und das ist nur das Ermittlerteam. Das Fortkommen bei den Ermittlungen ist gepaart aus ein wenig Ermittlungsarbeit und seeeeehr viel Zufall und Glück; das Ende war mäßig überraschend.

Um es kurz zu machen: Dieses Buch war einen Versuch wert, auch wenn es alles in allem sehr konstruiert rüberkommt. Und was die auf dem Klappentext zitierten Zeitungskritiken angeht: Meiner Meinung nach Bullshit.

Hast Du das Buch schon gelesen? Was meinst Du dazu?

Lieben Gruß,
Deine